METHODE

Workshopplanung

Mit dieser Methode kannst du einen Workshop auf eine klare Frage und ein nutzbares Ergebnis ausrichten.

Ziel und Kurzüberblick

Ziel

Gemeinsame Arbeitszeit auf ein Ergebnis ausrichten

Geeignet für

Wenn du einen Workshop vorbereitest, in dem tatsächlich untersucht, entwickelt oder entschieden werden soll und nicht nur Informationen ausgetauscht werden

Dauer

30–60 Minuten Planung; Workshopdauer nach Aufgabe

Teilnehmer

1–3 Planungspersonen; Workshopgruppe nach Aufgabe

Innovationsraum

Problemraum · primär

Ergebnis

Eine durchführbare Agenda mit klarer Vor- und Nachbereitung

Planungswerte für einen ersten fokussierten Durchgang. Datenerhebung, Tests, Abstimmung und Umsetzung können zusätzliche Zeit benötigen.

Was ist die Methode?

Eine Workshopplanung richtet gemeinsame Arbeitszeit auf ein konkretes Ergebnis aus. Ziel, Beteiligte, Vorarbeiten, Methoden und Folgeaufgaben werden aufeinander abgestimmt. Die Methode kann in allen Innovationsräumen eingesetzt werden; der Raum richtet sich nach der bearbeiteten Aufgabe.

AUSGANGSPUNKT

Frage und Ergebnisziel

DENKPRINZIP

Beteiligung und Arbeitsphasen planen

ERGEBNIS

Durchführbare Agenda

Prinzip: Aus einem konkreten Ausgangspunkt entsteht durch gezielte Bearbeitung ein nutzbares Ergebnis.

Wann einsetzen?

Nutze diese Methode, wenn du einen Workshop vorbereitest, in dem tatsächlich untersucht, entwickelt oder entschieden werden soll und nicht nur Informationen ausgetauscht werden.

Auch in anderen Innovationsräumen einsetzbar. Die konkrete Frage bestimmt, ob der Schwerpunkt auf Verstehen, Gestalten, Prüfen oder Umsetzen liegt.

Nicht ausreichend, wenn … die entscheidenden Informationen oder Perspektiven nicht zugänglich sind.

Leitfrage

Welches konkrete Ergebnis soll am Ende des Workshops vorliegen, und welche Arbeit ermöglicht es?

Vorbereitung und benötigte Informationen

Kläre die Fragestellung, die Beteiligten und die verfügbaren Informationen vor dem Start. Nutze für die Dokumentation das verlinkte Arbeitsblatt.

Ablauf in Schritten

Das benötigst du: Ausgangsfrage, erwartetes Ergebnis, benötigte Perspektiven, verfügbares Zeitfenster und Vorarbeiten; Moderationsmaterial oder digitales Board.

Bearbeite die vier Aufgaben der Reihe nach. Das Ergebnis jedes Schritts hilft dir beim nächsten.

  1. 01Ergebnis bestimmen

    Deine Aufgabe

    Fragestellung und erwartetes Ergebnis konkret formulieren.

    Ergebnis dieses Schritts

    Eine Frage mit konkretem Ergebnisziel.

    Wozu? Damit der Termin auf eine bearbeitbare Frage ausgerichtet ist.

  2. 02Perspektiven einladen

    Deine Aufgabe

    Die benötigten Perspektiven einladen und Vorarbeiten bereitstellen.

    Ergebnis dieses Schritts

    Ein Beteiligungs- und Vorbereitungsplan.

    Wozu? Damit relevante Perspektiven teilnehmen und Informationen rechtzeitig vorliegen.

  3. 03Agenda planen

    Deine Aufgabe

    Eine Agenda aus Arbeitsphasen, passenden Methoden und ausreichend Pausen erstellen.

    Ergebnis dieses Schritts

    Eine Agenda mit Zeit, Methode, Ergebnis und Pausen.

    Wozu? Damit jede Arbeitsphase zum Ergebnis beiträgt.

  4. 04Folgeaufgaben sichern

    Deine Aufgabe

    Ergebnisse, Entscheidungen und Folgeaufgaben mit Verantwortung und Termin sichern.

    Ergebnis dieses Schritts

    Gesicherte Entscheidungen und Folgeaufgaben mit Verantwortung und Termin.

    Wozu? Damit der Workshop in verbindliche Arbeit übergeht.

Ergebnis und Auswertung

Eine durchführbare Agenda mit klarer Vor- und Nachbereitung. Sie ermöglicht zielgerichtete Zusammenarbeit und verbindliche Entscheidungen oder Lernaufträge.

Beispiel zur Einordnung

Vereinfachtes fiktives Beispiel zur Einordnung.

Ausgangssituation

Ein Team soll einen Problemrahmen auswählen.

Anwendung

Vorab werden Beobachtungen bereitgestellt; im Workshop werden Rahmen verglichen und offene Fragen dokumentiert.

Erkenntnis / Ergebnis

Die Agenda endet mit einer begründeten Auswahl und drei Prüfaufträgen, nicht mit einer allgemeinen Ideensammlung.

Grenzen und typische Fehler

Hilfreich ✓

  • Je Arbeitsphase ein Ergebnis benennen.
  • Lesbare Vorarbeiten vor dem Termin bereitstellen.
  • Entscheidungsweg und Nachbereitung einplanen.

Vermeiden ✕

  • Eine Themenliste als Agenda verwenden.
  • Zu viele Methoden in ein kurzes Zeitfenster packen.
  • Offene Aufgaben ohne Verantwortliche zurücklassen.

Passendes Werkzeug

Die Arbeitsfläche und das ausfüllbare Arbeitsschema findest du auf einer eigenen Werkzeugseite. Wähle die Methode nach deiner Fragestellung; nutze das Werkzeug zum Erfassen und Dokumentieren.

Arbeitsblatt · Workshopplanung öffnen →

Nächster methodischer Schritt

Wähle den nächsten Schritt danach, welche Frage nach der Anwendung noch offen ist.

← Alle Methoden · Begriffe verstehen